Samstag, 10. Dezember 2011

Wer ist Hanna?

Gestern Abend habe ich endlich mit meinem Freund den Film "Wer ist Hanna?" auf DVD angeschaut.
Endlich, weil ich den Film damals schon anschauen wollte, als er im Kino lief.



Der Film beginnt mit einer unwirklich wirkenden Szenerie:
Die ca. 16 jährige Hanna lebt mit ihrem Vater Erik in einem schneebedeckten Wald, fernab von jeder Zivilisation.
Hannas Leben besteht aus harten Entbehrungen, der Jagd und dem Kampf.
Erik ist ein gnadenloser Lehrer.
Hanna muss immer bereit sein, selbst im Schlaf, doch wofür?
Erik bringt ihr in der Theorie ein enormes Wissen über die Welt und Kultur bei und lernt ihr verschiedene Sprachen.
Hanna kennt keine Elekrizität, keine Musik und nicht das Verhalten von anderen Menschen.
Wieder und wieder lernt sie einen Text für ihre falsche Identität auswendig und soll selbst entscheiden, wann sie über einen Funksender ihren Aufenthaltsort preisgibt.
Dann geht es um Leben oder Tod, denn einer muss sterben:
Die geheimnisvolle Hanna oder die CIA-Agentin Marissa Wiegler.
In Rückblenden erfährt man, wer Mariss Wiegler ist und was sie mit Hanna vorhat.
Hanna selbst ist unterwegs in die Fremde, zu einem von ihrem Vater genannten Ziel, währnd Marissa Ziegler sich mit einem Team auf die Jagd nach Erik und Hanna macht.
Immer auf der Hut wird sie mit einer Welt konfrontiert, die sie nicht kennt und ihr Angst macht.
Doch nur der Kampf zählt und so kommt es zu einigen temporeichen Szenen, die dem Zuschauer den Atem rauben.
Hanna kann niemandem vertrauen und sie zu kennen ist tödlich.
Was sie über sich selbst und ihre Vergangenheit erfährt wühlt sie auf und lässt sie zweifeln.
In Berlin trifft sich Hanna in Grimms Haus in einem geschlossenen Freitparkt mit "Herrn Grimm" und hat für einen kurzem Moment eine freudige Zeit.
Doch der Frieden währt nur kurz und am Ende kann nur einer überleben...

Der Film hat mich fasziniert.
Fernab vom Mainstream wartet er mit einer interessanten Story und eindrucksvollen Schauspielern auf und ist ganz anders als die sonst üblichen platten Thriller oder Actionfilme.
Surreale Szenen wechseln sich mit von Musik und Lichteffekten untermalten Szenen ab.
Saoirse Ronan stellt gekonnt die geheimnsivolle Hanna dar.
Völlig glaubhaft spielt sie das Mädchen ohne Identität und Kenntnis der Zivilisation und bekommt dadurch eine geheimnisvolle, fast schon wilde Ausstrahlung.
Sie probiert aus, genießt das Wetter, erfährt wer oder was sie wirklich ist, erkundet das Gefühl der Freundschaft und doch kennt sie keine Empathie.
Ihr Kampfszenen sind gigantisch und man bekommt das Gefühl, dass das so zart wirkende Mädchen gar keine beschützer braucht, weil es ganz gut für sich selbst sorgen kann.
Cate Blanchett spielt die Rolle der von Hanna besessenen eiskalten Lügnerin Marissa Wiegler sehr gut und verleiht ihrer Figur Glaubhaftigkeit durch ihre zur Schau gestellten Emotionen.
Eric Bana als Hannas Vater macht eine sehr glaubhaft Figur.
Sein Handeln, seine Gefühle, alles wirkt sehr authentisch und ich litt mit ihm ebenso mit wie mit Hanna.
Jessica Barden spielt ihre Rolle als Sophie, Hannas erster und einziger Freundin sehr gut.
Gudrun Ritter als Hannas Großmutterm Katrin Zadeck, hat zwar nur eine kurze Rolle, doch sie spielt die Rolle der trauernden Mutter und Großmutter sehr gut.
Martin Wuttke hat mich in seiner Rolle als "Herr Grimm" in Grimms Haus fasziniert.
Er ist lustig, wirkt leicht verschroben, irgendwie als wäre er nicht ganz von dieser Welt und dann doch sehr sachlich und loyal.

"Wer ist Hanna?" ist für mich eine moderne Interpretation eines etwas anderen Märchens,
welches mit Musik und dem Spiel mit dem Licht und einer spannenden Story noch lange in mir nachhallt.

Wem die Filmmusik von The Chemical Brothers gefällt, der wird zum Beispiel hier fündig!

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