Samstag, 13. Oktober 2012

Fido - Gute Tote sind schwer zu finden

Am Montag habe ich mir mit meinem Schatz diesen etwas anderen Zombiefilm auf  DVD angeschaut.
Meine anfängliche Skepsis verflog schnell und am Ende war ich sehr froh darüber, mich für diesen tollen Film entschieden zu haben!

Die Story:

Auf den ersten Blick wirkt die amerikanische Kleinstadt Willard ein wenig wie aus dem Bilderbuch.
Ordentlich beplanzte Vorgärten, ständig gutgelaunte Mitbürger, blitzende Autos, leuchtende Farben -die reine Idylle also.
Doch ein Blick hinter die Fassade offenbart Erstaunliches:
Die Bewohner der Kleinstadt halten sich hier Zombies wie Haustiere oder Bedienstete.
Da mähen Zombies den Rasen, tragen mehr schlecht als recht die Zeitung aus, bereiten das Essen zu und vieles mehr.
Wie das möglich ist?
Die Zombies werden dank dem Konzern ZomCom durch ein elektronisches Halsband gezähmt und haben dadurch keinen Hunger auf Menschenfleisch.
Alles ist in bester Ordnung, wäre da nicht Fido,  der neue Zombie der Familie Robinson, der durch einen unglücklichen Umstand plötzlich ein Stück aus der alten Mrs. Henderson herausbeißt...

Meine Meinung:

Das Leben in Willard ist bunt und im Stil der 50er-Jahre.
Nach einem Krieg zwischen Menschen und Zombies wurden Letztere dank eines elektronischen Halsbandes der Firma ZomCon gezähmt.
In der Schule lernen die Kinder, wie man einen Zombie richtig tötet und statt der normalen Bestattung gibt es sogenannte Kopfsärge.
Sich einen Zombie oder am Besten gleich mehrere zu halten gilt inzwischen als Statussymbol und so bestellt Mrs. Robinson gegen den Willen ihres Mannen einen Zombie.
Sehr zur Freude ihres Sonnes Timmy, der vom Vater vernachlässigt wird und den Zombie kurzerhand Fido nennt.
Die Beiden erleben viele Abenteuer zusammen und teilen schnell das Geheimnis, dass Fido durch einen unglücklichen Zufall eine alte Dame gebissen hat.
Es kommt zu einer Kettenreaktion und die Freundschaft der Beiden wird auf eine harte Probe gestellt.
In der Familie Robinson ist so einiges nicht so, wie es sein sollte und so bekommt die Vorstadtidylle schnell Risse.
Fido wächst mir sehr schnell ans Herz, scheint er doch ein herzensguter Zombie zu sein.
Auch Timmys Mutter Helen entwickelt so langsam Gefühle für den zahmen Zombie und ihr Mann Bill wird zunehmend eifersüchtig.
Jonathan Bottoms, der eitle Nachbar und Sicherheitschef von ZomCon nährt seine Zweifel und so kommt es zu mehreren kleinen Dramen.
Der Film hat mir außerordentlich gut gefallen.
Er vereint Sozialkritik, Satire, schwarzen Humor und eine interessante Story mit viel Gefühl zu einer rabenschwarzen Komodie mit viel Herz!
Helen und Timmy wachsen mir schnell ans Herz und irgendwann erwische ich mich bei dem Gedanken, dass Fido ein besserer Vater als Bill sein könnte.
Auch die Spannung kommt durch drohende Gefahren für Timmy und Fido nicht zu kurz.
Ein rundum gelungener Film also, der ganz ohne Blut und Effekte auskommt!

1 Kommentar:

  1. hihi* Hab den Film auch vor Jahren gesehen und fand den auch total witzig. Auch wenn ich das Ende... strange finde... ich hät mich nicht so wie die Frau entschieden xD

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