Sonntag, 18. Oktober 2015

Mein Filmtipp: "The visit"

Nachdem ich den Trailer von "The visit" gesehen hatte, wollte ich den Film unbedingt anschauen.
Da er ab zwölf Jahren freigegeben war, war ich zunächst etwas skeptisch, als ich ihn zusammen mit meinem Schatz im Kino ansah.
Hinterher muss ich sagen, dass ich die Altersfreigabe nicht angemessen finde.
Ich bin wirklich kein Mensch, der sich bei Horrorfilmen schnell ängstigt.
Ich habe schon wirklich heftige, blutige Filme gesehen und auch schon einige, bei denen ich herzhaft lachen musste, aber "The visit" gruselt mich auf einer anderen, psychischen, emotionalen Ebene.

Die Story:
Nach einem heftigen Streit hatte die Mutter der Geschwister Tyler und Rebecca Jamison keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern.
Der Streit mit den Eltern und die Trennung von ihrem Ex-Mann machen ihr noch heute schwer zu schaffen und es gibt selten einen Moment, in welchem sie wirklich glücklich ist.
Daher sind Rebecca und Tyler sofort einverstanden, als ihre Mutter mit ihrem neuen Freund eine Kreuzfahrt machen möchte und die Geschwister eine Woche bei den ihnen unbekannten Großeltern auf dem Land verbringen sollen.
Rebecca nimmt ihre Kamera und den Laptop mit, um für ihre Mutter vor Ort zu filmen und ihr Versöhnung zu schenken.
Am Anfang wirken die Großeltern sehr freundlich, etwas verschroben, aber normal, doch nach und nach wandelt sich dieser Eindruck.
Die Kinder sollen ihr Schlafzimmer nach 21.30 Uhr nicht verlassen, da die Großeltern früh zu Bett gehen, doch schnell merken sie, dass mehr dahinter steckt.
Besonders die Großmutter benimmt sich sehr merkwürdig und die Kinder beschließen der Sache auf den Grund zu gehen.
Was sie dabei entdecken bringt sie in große Gefahr....

Meine Meinung:
"The visit" ist ein Film, der mich beeindruckt und überrascht hat.
Der Film gehört zu dem Genre Found Footage.
Hier dreht der Schauspieler selbst und kommentiert das Geschehen hinter der Kamera, was mir schon bei "Paranormal Activity" sehr gut gefallen hat.
Die Darsteller von Rebecca und Tyler wechseln sich beim Filmen ab und geben mir so einen tiefen Einblick in das Geschehen und die Umgebung.
Szenen aus dem Alltag mit den Großeltern wechseln sich ab mit Interviews und gruseligen Momentaufnahmen, die viele Fragen aufwerfen.
Was macht der Großvater im Schuppen?
Warum starrt die Großmutter minutenlang bewegungslos in den Brunnenschacht?
Was ist der wahre Grund, warum die Kinder nicht in den Keller dürfen?
Die einsame Atmosphäre tat ihr Übriges:
Ein altes Bauernhaus mitten im tiefsten Wald, weit und breit sind keine anderen Menschen zu sehen und es kommt selten jemand zu Besuch.
Die Ställe werden schon lange nicht mehr genutzt und überall liegt Schnee.
Passend dazu ist die Internetverbindung schlecht und es ist schwierig mit der Mutter in Kontakt zu bleiben.
Während des Films entwarf ich verschiedene Theorien darüber, was es mit dem seltsamen Verhalten der Großmutter auf sich hat.
Im Gegensatz zu den rationalen Erklärungsversuchen Rebeccas bewegte ich mich mehr im paranormalen Bereich.
Der Regisseur legte falsche Fährten und ließ mich immer wieder umdenken.
Während sich die Ereignisse zuspitzten, saß ich aufgeregt auf meinem Stuhl und fieberte atemlos mit.
Mein einziger Gedanke galt den beiden Geschwistern und der Frage, ob sie das Haus der Großeltern am Ende der Woche heil verlassen würden.
Ich gehöre eigentlich nicht zu denen, die sich bei Horrorfilmen im Kino so richtig fürchten, aber bei "The visit" kam ich an meine Grenzen.
Mir war die Großmutter überaus unheimlich und ich wollte unbedingt wissen, was mit ihr los ist und was sie mit den Kindern vorhat.
Die Kameraführung, das makabere Verhalten der Großmutter und die ausweglos erscheinende Situation der beiden Kinder bildeten einen starken Kontrast zu den Versuchen Rebeccas und Tylers etwas Normalität vorzutäuschen.
Manche Situationen waren sogar unfreiwillig komisch.
Ich fand sie jedoch im Kontext der Geschichte noch unheimlicher, zum Beispiel die Szene mit dem Backofen.
Der Schluss hat mich geradezu umgehauen und eine Wahrheit offenbart, welche die ganze Zeit angedeutet wurde und die ich aber nicht erkannt hatte.
Der Film hat seinen ganz eigenen Grusel, allein schon durch die zerrüttete Psyche der beiden Kinder und die Auflösung setzt dem ganzen noch die Krone auf.


Kommentare:

  1. Oh ja Kino...lange ist es her. Ich sollte wirklich mal wieder ins Kino gehen-Popcorn knabbern, Cola trinken...danke fürs Erinnern:-) liebe Grüsse

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  2. Hört sich spannend an! Früher hätte ich mir den sicher auch gern im Kino angeschaut, aber mit zunehmendem Alter hat sich das Genre geändert, welches ich mir im Kino ansehen würde. LG, Christine

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  3. Ich glaube das wär nichts für mich. Aber auf Kino generell hab ich auch nochmal Lust :)

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  4. Ich war schon so lange nicht mehr im Kino…ich glaube es wird Zeit! Liebe Grüße

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  5. Huhu, ich kann dir keine Mail senden-sie kommt immer als unzustellbar retour ! Du hast bei mir gewonnen und ich brauche deine Adresse-melde dich bitte:-) LG Silvia

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  6. Puh, ich war ja schon ewig nicht mehr im Kino. Vielleicht reizt mich ja doch mal der neue Bond-Film. ;o)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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