Dienstag, 17. Dezember 2013

Der Maulbronner Weihnachtsmarkt direkt vor der wunderschönen Kulisse des Unesco Weltkultkurerbes dem Kloster Maulbronn

Die Einleitung:
Zum ersten Mal besuchte ich Maulbronn zusammen mit meinem Freund, als dort vor einigen Jahren das mittelalterliche Maulbronner Klosterfest stattfand.
Ich war begeistert von der einzigartigen Atmosphäre der Stadt, bei der man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt fühlt und von den vielen kleinen Läden, die zum Verweilen einladen.
In Maulbronn kann man noch die Wirtschaftsgebäude aus der Zeit der Zisterziensermönche bestaunen.
Es gibt Werkstätten und Speicher, Wohnhäuser, Mauern und Türme. Fachwerkbauten vom späten Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reihen sich dicht an dicht zu einer ganzen Klosterstadt, das müsst ihr gesehen haben! 
Inzwischen fahren wir jedes Jahr mindestens ein oder zwei Mal nach Maulbronn, um dort das Klosterfest, den Kräuter- und Erntemarkt oder den wunderschönen Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Maulbronn ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und ist auch für Gäste ein beliebtes Ausflugsziel.

Vor Jahren haben wir Maulbronn zusammen mit meiner Familie und meiner Tante und meinem Onkel aus Italien besucht, welche fasziniert vom Kloster Maulbronn und seiner Architektur waren und viele Fotos machten.

Wann der Maulbronner Weihnachtsmarkt stattfindet:
Das Besondere am Maulbronner Weihnachtsmarkt sind nicht nur die besondere Atmosphäre dort und die einzigartige Kulisse, sondern auch die Zeit, zu welcher der Weihnachtsmarkt stattfindet.
Der Maulbronner Weihnachtsmarkt ist nämlich immer nur an einem Samstag und einem Sonntag Anfang Dezember.
Dieses Jahr fand er am Samstag, den 7.Dezember von 14 bis 21 Uhr  und am Sonntag den 8.Dezember von 11 bis 19 Uhr statt.
Nächstes Jahr findet der Maulbronner Weihnachtsmarkt am Samstag, den 6. Dezember 2014 von 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr und am Sonntag, den 7. Dezember 2014 von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr statt.
Da der Weihnachtsmarkt nur an zwei Tagen geöffnet hat, ist er natürlich sehr gut besucht, daher empfehle ich euch, den Markt in den frühen Nachmittagsstunden zu besuchen, da er zu dieser Zeit noch nicht so überfüllt ist.

Die Anfahrt:
Ich empfehle euch, das Auto einfach mal stehen zu lassen, da die Parkplatzsituation an diesem Wochenende in Maulbronn sowieso schwierig ist und lieber auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen.
Mit dem Klosterstadt Express könnt ihr ganz entspannt nach Maulbronn fahren.
Beinahe im Halbstunden-Takt werden Fahrten zwischen dem Bahnhof Maulbronn-West und dem Haltepunkt Maulbronn-Stadt angeboten, die auf die S-Bahnlinie S9 abgestimmt sind.
Vom Haltepunkt Maulbronn Stadt sind es nur noch wenige Minuten Fußweg bis zum Klosterhof.
Wir sind mit der Buslinie 735 von Pforzheim nach Maulbronn gefahren, da die Buslinie 735 eine Haltestelle in der Nähe des Pforzheimer Stadtzentrums bedient.
Da ich ein sogenanntes Jobticket habe und mein Freund eine VPE-Busmonatskarte, mussten wir für die Fahrt nicht noch zusätzlich bezahlen.
Außer der Buslinie 735 fährt noch die Buslinie 734 von Pforzheim nach Maulbronn.
Die Buslinie 735 fährt Samstags alle zwei Stunden nach Pforzheim, weshalb wir gut planen mussten, damit wir nicht in der Kälte auf dem Weihnachtsmarkt warten müssen, bis unser Bus kommt.

Die Stadt Maulbronn und ihr kulturelles Angebot:
Die kleine Klosterstadt Maulbronn liegt idyllisch mitten im Naturpark Stromberg-Heuchelberg.
Sie verfügt über etwa 6500 Einwohner und eine sehr gute Infrastruktur.
Im Jahr 1993 wurde das gut erhaltene einstige Zisterzienserkloster  Maulbronns zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt.
Das Kloster ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus aller Welt, aber auch für Einheimische, die das Kloster und seine Umgebung schon kennen oder erkunden wollen und Erholung oder kulturelle Angebote suchen.
Einst wurde die Klosterlandschaft von Mönchen angelegt.
Heute führen Wanderwege Besucher zu Aussichtspunkten oder zu Museen, die über das Kloster und die Klosterstadt informieren.
Außerhalb der Klostermauern kann man den Klosterweinberg, Fischteiche und Bewässerungskanäle und Lohnenswert ist auch ein Besuch außerhalb der Klostermauern: Klosterweinberg, Fischteiche und Bewässerungskanäle inmitten einer wunderschönen Landschaft bewundern.
In den Sommermonaten ist der von den Mönchen angelegte Tiefen See ein beliebtes Ausflugsziel, wo man nicht nur wandern, sondern auch baden und Boot fahren kann.
Wer Kultur sucht, kann den Klängen der Klosterkonzerte lauschen, das Freilichttheater, welches zu Beginn der Sommerferien stattfindet besuchen oder die saisonalen Märkte besuchen.
Auf dem Ostereiermarkt gibt es jedes Jahr mehr als 50 internationale Künstler/innen zu bestaunen, die Kunstwerke rund ums Ei präsentieren.
Der nächste Ostereiermarkt findet am 15. und 16. März 2014 statt und ich überlege schon, ihn zu besuchen.
Im September, in der Zeit nach der Ernte, sorgte man zu früheren Zeiten für die Wintervorräte.
In dieser Zeit wurde viel gearbeitet, aber auch viel gefeiert.
Beim Kräuter- und Erntemarkt im Klosterhof, der nächstes Jahr am
13. und 14. September stattfindet, können Besucher sich mit kulinarischen Schätzen aus den Früchten der Weinberge und Felder rund um die klösterliche Kulturlandschaft um das UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn herum bevorraten und viele leckere Sachen probieren.
Am 27. und 28. Juni 2015 wird es im Maulbronner Klosterhof mit seinem ursprünglichem Ambiente wieder mittelalterlich und die vielen Schausteller, Gaukler, Spielleute, Fechter und andere Gesellen sorgen für das passende Flair.
Der Festumzug am Samstag um 14. 15 Uhr setzt von Beginn an mittelalterliche Akzente. 
Für Kinder gibt es an beiden Tagen spezielle Kinderangebote.
Für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt.
Als Erzieherin kenne ich natürlich auch das bekannte "Kinderzentrum Maulbronn", welches eine Spezialklinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie mit großem Ambulanz- und Fortbildungsbereich ist und mit dem wir im Zuge unserer Arbeit häufig zu tun haben.
Ich habe mir vorgenommen, den Schafhof zu besuchen, der östlich, nur wenige hundert Meter von der ehemaligen Zisterzienserabtei Maulbronn entfernt sein soll.
Dies war einst ein klösterlicher Steinbruch, dessen Steine für den Bau des Klosters verwendet wurden.
Im Mittelalter wurde dort auch Wolle produziert und es wurden Ochsen gehalten.
Heute ist der ehemalige Maulbronner Gemeindeschafstall ein Museum.
In dem kleinen Museum „Steinhauerstube“ im Dachgeschoss des ehemaligen Rathauses kann man sich über die Geschichte der Schmieer Steinhauer informieren und die Weinkelter des Dorfes bestaunen.

Mein diesjähriger Besuch des Maulbronner Weihnachtsmarktes :
Wir stiegen aus dem Bus und liefen schnell den kleinen Hügel hinunter.
Vor dem Klosterhof standen ehrenamtliche Mitarbeiter der Rettungshundestaffel und sammelten Spenden.
Durch einen mittelalterlichen Torbogen betrat ich den Klosterhof und hatte das Gefühl, eine Zeitreise ins Mittelalter zu machen.
Eine Apotheke gab es da und eine Buchhandlung, in welcher es allerlei moderne Bücher, aber auch Bücher über Maulbronn, zahlreiche Edelsteine und eine Ausstellung zu bestaunen gab.
Nebenan hat die „Kräuterhexe“ Gabriele Bickel ihren Laden, den ich bei jedem Besuch in Maulbronn betrete.
Die Autorin zahlreicher Bücher verkauft in dem bezaubernden kleinen Laden zahlreiche Kräuter und Kräutermischungen, verschiedene Tees, Dekoartikel und natürlich ihre Bücher.
Mir gefallen der Laden und das Ambiente dort sehr gut, deshalb möchte ich ihn mal besuchen, wenn er weniger gut besucht ist, damit ich mir alles in Ruhe anschauen kann.
Wer sich über Gabriele Bickel und ihren Laden informieren möchte, kann dies hier tun: www.kraeuterhexe-galerie.de
Nun begannen wir unseren Rundgang über den Maulbronner Weihnachtsmarkt.An 120 festlich geschmückten Ständen fand man alles Mögliche rund um Weihnachten und die Adventszeit.An einem Großteil der Stände gab es Kunsthandwerk zu bestaunen:Wunderschöne Fensterbilder und andere Dekoobjekte aus Holz,
Imkereiprodukte, wie Kerzen, Met, Honigbärchen und Lippenpflegestifte,

weihnachtliche Floristik in Form von bezaubernden Kränzen oder anderen Arrangements, Mistel- und Tannenzweige, Krippen und Krippenfiguren,
Schmuck, wunderschöne Filzarbeiten, bei denen ich aus dem Schwärmen nicht mehr herauskam,

Spielzeug, Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus Metall, Teller, Tassen, Kannen und vieles mehr aus Ton und Porzellan,

einen Stand vom örtlichen „Wohlfühladen“ mit Tees, Schokolade, Leuchtsternen und vielem mehr,
selbstgemachte Seifen, Bade- und Massageöle, Schaffelle und Kleidung aus Wolle, bezaubernde Lichterkugeln aus Ton…

Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und wir liefen erst einmal eine Runde durch den Markt, ich machte Fotos und danach schauten wir uns alles in Ruhe an.
Bei unserem Rundgang über den Weihnachtsmarkt entdeckten wir auch ein kleines Kinderkarussell
und die Weinstube bzw. das Cafe und Restaurant „Zur Klosterkatz`“ mit dem bezaubernden Aushängeschild.
Wir besuchten das „Kloschderlädle“ von Sandra Müller, welches dieses Jahr zur Zeit des Weihnachtsmarkts  so gut besucht war, dass ein junger Mann als Türsteher den Besucherstrom regeln musste.
Der Laden ist aber auch wirklich einen Besuch wert.
Jedes Jahr aufs Neue bin ich begeistert von den vielen schönen Dekorationsobjekten.
Ganz besonders haben es mir die Drachen und Katzen angetan, die man vor dem Laden bestaunen kann.


Wer sich über den bezaubernden Laden und sein Sortiment informieren möchte, wird hier fündig: www.kloschderlaedle.de.
Der Magen knurrte und uns war kalt, also besuchten wir die „Gaststätte Klosterblick“, welche oberhalb vom Klosterhof gelegen ist und leckere griechische und schwäbische Küche anbietet.
Danach verweilten wir noch eine Weile auf dem Weihnachtsmarkt und fuhren dann wieder mit dem Bus nach Pforzheim.
Ich freue mich schon aufs nächste Jahr, wenn ich wieder zu den saisonalen Märkten nach Maulbronn fahren kann.

Die Kosten:
Auf dem Maulbronner Weihnachtsmarkt kaufe ich oft Seifen, wie die Schafsmilchseife mit Rosen, welche ich einer Freundin letztes Jahr geschenkt habe.
Manchmal trinken wird dort einen Glühwein oder essen Crepes oder eine Bratwurst.
Die Preise für Essen und Trinken waren auf dem Maulbronner Weihnachtsmarkt bisher immer angemessen und nicht höher als auf anderen Weihnachtsmärkten, die wir besucht haben.
Die Dinge, die man an den einzelnen Ständen erwerben kann, variieren preislich ganz schön, was ich jedoch angemessen finde, da es sich um echtes Kunsthandwerk handelt.
Hier findet man das eine oder andere Mitbringsel, Dekobjekte für Haus, Wohnung oder Garten oder ein schönes Weihnachtsgeschenk.
Die Verpflegung:
Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt.
Es gab Glühwein, Bratwurst, Schupfnudeln, Reibekuchen, Wildgulasch und Maulbronner Klosterpunsch, sowie allerlei süße Leckereien wie Crepes und Baumkuchen.
Obwohl die Warteschlange vor dem Baumkuchenstand recht lange war, stellten wir uns an und kauften eine große Tüte warme Baumkuchen.
Ein besonderes Highlight war für mich der Stand mit dem Flammlachs, bei dem große Stücke Lachs auf offener Flamme auf Holzbrettern zubereitet wurden.
Da wir in einem meiner Lieblingslokale, der „Gaststätte Klosterblick“ in Maulbronn, welche ich euch in einem anderen Bericht vorstellen werde, essen gehen wollten, haben wir auf dem Weihnachtsmarkt nur den Baumkuchen gegessen.
Sanitäre Anlagen:
In der Stadthalle gab es ausreichend Toiletten für die männlichen und weiblichen Besucher des Marktes.
Sehr angenehm fand ich, dass man sehen konnte, dass diese in regelmäßigen Abständen gepflegt und gesäubert wurden.

Das Rahmenprogramm:
Dieses Jahr gab es in der Stadthalle Maulbronn, dem ehemaligen Fruchtkasten, eine Adventskalender-Ausstellung von den Anfängen bis zur Gegenwart mit etwa 300 Exponaten zu bestaunen.
Musik- und Gesangsgruppen gestalteten an beiden Tagen ein stimmungsvolles Rahmenprogramm und auf dem Weihnachtsmarkt konnte man bei Weihnachtsliedern zuhören und mitsingen.
Wer wollte konnte der Adventsandacht in der Klosterkirche bei Kerzenlicht beiwohnen, welche musikalisch vom Posaunenchor umrahmt wurde.
An beiden Tagen waren auch Klosterführungen möglich, über die man sich im Infozentrum informieren konnte.
Ich möchte an so einer Führung im Sommer teilnehmen, da es mir im Winter dafür zu ungemütlich war und ich sehr gespannt auf das Kloster bin, welches ich bisher nur von Außen gesehen habe.
Kleine und große Kinder konnten weihnachtlichen Geschichten und klassischen Märchen lauschen oder im Infozentrum des Klosters bei der Wichtelstube Laternen basteln.

Mein Fazit:
Der Besuch des Maulbronner Weihnachtsmarktes ist für mich jedes Jahr ein echtes Highlight.
Die authentische, sehenswerte Kulisse und der Blick auf das imposante Kloster entschädigen allemal dafür, dass der Markt besonders in den Abendstunden ziemlich gut besucht ist und sich die Menschen vor den Ständen teilweise dicht an dicht drängen.
Wir besuchen den Markt am Nachmittag und bleiben oft bis Abends, weil wir so erst mal in Ruhe alles anschauen und später dann das bezaubernde Flair mit den zahlreichen Lichtern und beleuchteten Ständen bestaunen können.
Die einzelnen Stände sind sehr liebevoll dekoriert und bieten einzigartige Waren an, bei denen man gerne mal länger verweilt.
Hier habe ich schon viele tolle Geschenke gefunden, die ich anderswo noch nie gesehen habe.
Es gab viel Neues zu entdecken und  für jedes Alter war etwas dabei.
Ich fand es sehr interessant, zuzuschauen, wie Baumkuchen gemacht werden und war begeistert, als ich einen Mann entdeckte, der gerade drechselte.
Die Mischung zwischen den kunsthandwerklichen Ständen und den Fressbuden war sehr ausgewogen, was mir sehr gut gefallen hat.
Dieses Jahr haben wir auch dem Maulbronner Laden „Wohlfühladen“ außerhalb des Weihnachtsmarktes einen Besuch abgestattet.
Im Laden herrscht eine tolle Atmosphäre, es gibt viele schöne Dinge wie Tees, Schokolade und Dekorationsobjekte zu kaufen und inzwischen gibt es sogar eine kleine Teestube.
Den Laden werde ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder besuchen.
Ich kann euch den Maulbronner Weihnachtsmarkt wärmstens empfehlen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia.

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