Sonntag, 20. Oktober 2019

Handlettering und zeichnen mit den Pointliner- Finelinern von Pentel

WERBUNG ohne Auftrag

Ich arbeite in einer Kindertagesstätte mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren und bin dort im Kreativbereich tätig.
Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Kalligraphie und habe erste Handlettering- Versuche gewagt.
Ein Bereich, um den ich immer einen hohen Bogen gemacht habe, weil ich der Meinung war, es nicht gut genug zu können, war das Zeichnen.
Nach der Schulzeit hatte ich meine zeichnerischen Fähigkeiten nicht weiter vertieft, obwohl der Wunsch dazu immer wieder in mir aufkam.

Als ich das 5er Set Pointliner von Pentel Arts testen durfte, hatte ich richtig Lust dazu, Handlettering mit herbstlichen Motiven zu verbinden.

Mit dem Zirkel zeichnete ich einen Kreis und entschied mich für den Spruch "Der Herbst ist da".
Wir singen das Lied aktuell im Kindergarten und der Spruch erinnert mich an eines unserer jüngeren Mädchen.
Neulich schaute sie in meinem Bereich aus dem Fenster, als gerade ein Blatt vom einem Baum herunter fiel.
Sie machte mich darauf aufmerksam und sagte "Der Herbst ist da!".
Kleine Kinder gehen häufig viel achtsamer durch das Leben und bemerken noch so kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung.
Um mehr Achtsamkeit in mein Leben zu bringen, habe ich mir in diesem Jahr den immerwährenden Kalender "Mein Leben mit ma vie - Die Kunst sich Zeit zu nehmen" aus dem Topp-Verlag gekauft.
Bisher ist mein Jahr völlig anders als geplant verlaufen, weshalb ich die vielen schönen Inspirationen wie die Monatsreflexion kaum genutzt habe.
Daher möchte ich mir den Kalender für das nächste Jahr erneut gönnen und einen zweiten Versuch starten.
Die hübschen herbstlichen Illustrationen, welche in dem Kalender die Monate September und Oktober zieren, haben mich ein wenig für mein Werk inspiriert.
Das Eichhörnchen und den Igel habe ich aus dem Kalender abgezeichnet. 
Das Wort Herbst habe ich nach geschrieben, weil mir die Schreibweise im Kalender so gut gefallen hat.

Das Set von Pentel-Arts enthält fünf Fineliner in fünf verschiedenen Strichstärken (0,05 mm, 0,1 mm, 0,3 mm, 0,5 mm und 0,8 mm).
Wie diese jeweils schreiben, könnt ihr auf meinem Foto sehen:

Zuerst habe ich mit den beiden dünnsten Strichstärken skizziert und dann das eigentliche Motiv mit den dickeren Strichstärken gestaltet.
Die dünneren Spitzen eignen sich ideal für kleinste Details, die dickeren für Umrahmungen.
Die pigmentierte schwarze Tinte trocknete schnell auf meinem Aquarellpapier.
Zum Schluss habe ich mein Werk mit Wasserfarben angemalt.
Hierbei blieb die Farbe der Pointliner wie auf der Verpackung beschrieben wasserfest und verwischte nicht.

Mein Fazit:
Ich kann die Fineliner bedingungslos weiterempfehlen.
Sie liegen gut in der Hand und verfügen über eine belüftete Kappe, damit sie nicht austrocknen.
Die Zeichenstifte eignen sich Dank ihrer ultra feinen Spitze zum Zeichnen, Skizzieren und Schreiben.
Sie lassen sich gut mit wasservermalbaren Farben kombinieren und sind lichtecht.
Ich werde noch weitere kreative Ideen mit ihnen verwirklichen und freue mich schon darauf!

Samstag, 5. Oktober 2019

"Fabelhafte Märchenwelt" auf der Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg

WERBUNG ohne Auftrag

Am letzten Samstag im September 2019 traf ich meine Freundin Eva in ihrer Wahlheimatstadt Ludwigsburg, welche kulturell einiges zu bieten hat.
Wir erkundeten zusammen den örtlichen Unverpacktladen "Ohne PlaPla" und aßen im "Sushi on fire" zu Mittag.

Im Anschluss besuchten wir gemeinsam die weltgrößte Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg, welche in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum feiert und noch bis zum 3. November stattfindet.
Parallel dazu feiert im diesen Jahr der Märchengarten, welcher sich auch auf dem Gelände befindet sein 60. Jubiläum.
Das Thema der Kürbisausstellung wechselt jährlich.
Dieses Jahr steht sie unter dem Motto "Fabelhafte Märchenwelt".

Vor der Kulisse des von Kastanienalleen gesäumten Ludwigsburger Barockschlosses kann man hier 
neben Klassikern wie "Der gestiefelte Kater", "Tischlein deck dich","Rotkäppchen" und "Der Froschkönig" unter Anderem auch einen Feuervogel (Phönix aus der Asche), ein Einhorn, einen Drachen und eine Medusa bewundern.




Die wunderschönen Figuren wurden vom Künstler Pit Ruge und seinem Team gestaltet und mit Sandkunstobjekten stimmig ergänzt.


Ein besonderes Highlight war für mich Pikachu.
Überall auf dem Gelände werden verschiedene kulinarische Leckereien rund um die Zutat Kürbis (z.B. Kürbissuppe, Kürbiswaffeln, Kürbiseis uvm.) angeboten und der verführerische Duft frisch gebrannter Kürbiskerne mit Zimt liegt in der Luft.

Außerdem gibt es zahlreiche Speise- und Zierkürbisse zu bestaunen, welche man natürlich auch vor Ort kaufen kann.
Da gab es so manchen Kürbis, welchen ich noch nie zuvor gesehen und gegessen hatte.
Toll fand ich, dass es in diesem Jahr auch möglich ist, zu entscheiden, ob man Kürbisse geschnitten oder am Stück kaufen möchte.
Dies ist besonders für einen Single-Haushalt oder wenn man eine Sorte erst ein Mal probieren möchte ziemlich praktisch.

Ich finde es immer wieder interessant, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.
Hier konnte man vor Ort einem Künstler bei der Arbeit zuschauen, was mich sehr beeindruckt hat.

Im neu gestalteten Kürbis-Shop kann man Dekoartikel rund um Haus und Garten, Bücher, sowie verschiedene Leckereien und (Kürbis-)Saatgut erwerben.
Ich nahm mir eine Packung Kürbisnudeln mit und habe auch schon eine Idee, was ich damit Feines zaubere..
Sehr interessant fand ich auch zu sehen, wie viele unterschiedliche neue und ursprüngliche Kürbissorten es weltweit gibt.

Immer wieder begegneten uns bei unserem Rundgang über das Gelände die Kürbisgnome, welche mich zum Schmunzeln brachten.




Eines meiner liebsten Motive ist dieses hier aus der Kürbisausstellung 2015, welche das Motto "Fliegen" hatte.
Wie ihr auf meinen Fotos sehen könnt, wurde das Thema schon damals sehr phantasievoll umgesetzt.


Neben der Ausstellung selbst finden während der Ausstellungszeit zahlreiche Veranstaltungen wie eine Kürbisregatta auf dem Schloßsee und das Riesenkürbis-Schnitzfestival statt.
Zudem wird alljährlich an zwei Tagen Kürbissuppe für den guten Zweck gekocht.
Auch für Kinder wird auf dem Gelände einiges geboten.
So gibt es dieses Mal zum Beispiel eine überdachte Strohburg.
Außerdem kann man farbige Sandbilder gestalten und Halloween-Kürbisse schnitzen.

Wir beendeten unseren Rundgang mit einem Besuch des wunderschönen sardischen Gartens mit der umgestalteten Freiflugvoliere.

Mir hat die Kürbisausstellung auch in diesem Jahr sehr gut gefallen.
Die Mischung aus traditionellen Märchenfiguren mit modernen Charakteren finde ich sehr gelungen.
Ich bin schon sehr gespannt auf die Umsetzung des Mottos "Musik" im Herbst 2020!

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp von mir:
Als Sparda Bank Kunde erhaltet ihr gegen Vorlage eurer Bankkarte einen kleinen Rabatt auf den Eintrittspreis!

Quellenangabe:
Informationen wie den Namen des Künstlers, sowie das Thema für das kommende Jahr habe ich aus der Kundenzeitschrift, welche beim Blühenden Barock ausliegt.

Freitag, 20. September 2019

1000 Fragen an dich selbst #3

Nach einer für mich emotional sehr aufwühlenden Zeit geht es heute nun weiter mit Teil 3 der Challenge
"1000 Fragen an dich selbst", welche ich bei Eileen entdeckt habe!
81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest? 
Als Erstes würde ich mich fragen, wie es so weit kommen konnte.
Ich würde versuchen, meine Zeit sinnvoll zu nutzen um zum Beispiel anderen Menschen zu helfen.
Ich würde an meinem Charakter und an meinen Fähigkeiten arbeiten, meine Kenntnisse erweitern, Sport machen, nach Möglichkeit viel lesen und ein Buch schreiben.
82. Was hat dich früher froh gemacht?
Zu Schulzeiten war das die Möglichkeit meine Zeit freier einteilen zu können und noch so viel vom Tag übrig zu haben.
83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr? 
Erst seitdem ich so viel abgenommen habe, gefalle ich mir so langsam besser in verschiedenen Outfits, auch wenn ich noch immer ziemlich unsicher bin.
Da ich gerade immer noch am Umstellen meiner Garderobe bin, fällt es mir schwer, ein bestimmtes Outfit zu benennen.
84. Was liegt auf deinem Nachttisch? 
Meine Salzkristalllampe, welche ich zu meinem 18. Geburtstag geschenkt bekommen hatte, mein Funkwecker, mein neues Smartphone und ein Buch.
85. Wie geduldig bist du? 
Kommt immer darauf an.
Bei manchen Sachen habe ich eine Engelsgeduld, bei anderen bin ich extrem ungeduldig.
86. Wer ist dein gefallener Held? 
Die Frage finde ich etwas seltsam.
Ich interpretiere sie mal so, welche meiner Verstorbenen ich bewundere.
Meine verstorbene Oma bewundere ich dafür, dass sie ihr schwieriges, entbehrungsreiches Leben so toll gemeistert und sich gut um ihre Kinder gekümmert hat.
Meine verstorbene Nonna bewundere ich für ihren Sanftmut und ihre Kochkünste.
Meinen verstorbenen Nonno bewundere ich für seinen Humor, seinen Optimismus und seine tolle Ausstrahlung.
87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst? 
Nein, außer ihr wollt meinem WW-Coach meine Esssünden des vergangenen Sommerurlaubs und von meinem Besuch des spanischen Restaurants "Don Perez" in Pforzheim zeigen...
Creme Catalana, Churros, Schokosauce, Schokobrownie und Vanilleeis 
88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten? 
Meine Freundin Aline.
Wir kennen uns seit der sechsten Klasse und haben immer noch Kontakt, auch wenn wir ziemlich verschieden sind.
89. Meditierst du gerne?
Das kann ich so nicht sagen, weil ich es bisher noch nicht wirklich ausprobiert habe.
Wenn meine Freundin Mara mal wieder eine Meditationsstunde anbietet ,werde ich auf jeden Fall daran teilnehmen.
90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf? 
Mit einem Telefonat mit einer guten Freundin, einem Besuch bei meinem Vater und meiner Stiefmutter, einem heißen Bad, Zeit für mich in der Natur, Yoga oder generell Sport, etwas hochwertiger Schokolade, guten Essen, dem Hören von Musik…
91. Wie heißt dein Lieblingsbuch? 
Ich habe schon so viele Bücher gelesen, da fällt es mir echt schwer, ein Lieblingsbuch zu benennen.
92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über What’s App? 
Mit meiner Freundin Desi, die ich zum Glück nach Jahren der Funkstille wieder gefunden habe…
93. Was sagst du häufiger: Ja oder nein?
Nein.
Ich glaube meine Eltern hatten es als Kind nicht leicht mit mir, da ich einen ziemlichen Dickschädel habe.
94. Gibt es ein Gerücht über dich? 
Oh, die gibt es immer wieder mal.
Von einem aktuellen weiß ich nichts.
95. Was würdest du tun, wenn du nicht arbeiten müsstest? 
Meine Wohnung umgestalten, lesen, Zukunftspläne schmieden und in die Tat umsetzen, kreative Projekte ausprobieren, mehr verreisen, mehr Zeit mit Freunden und der Familie verbringen, neue Koch- und Backrezepte aus den verschiedensten Länderküchen ausprobieren, häufiger bloggen, meine Fähigkeiten und Kenntnisse in der Fotografie vertiefen, mir mehr Zeit für mich und Entspannung nehmen und noch vieles, vieles mehr.
96. Kannst du gut Auto fahren? 
Ich weiß es nicht.
Ich habe zwar einen Führerschein, aber ich fahre nicht gerne Auto.
97. Ist es dir wichtig, dass andere dich nett finden?
Eigentlich nicht.
Ich versuche ehrlich und authentisch zu sein.
Entweder man mag mich, oder man mag mich nicht.
Ich finde ja auch nicht jeden nett.
Und was ich gar nicht leiden kann ist, wenn jemand so gekünstelt nett ist.
98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht? 
Ich hätte gerne mehr auf meine innere Stimme gehört, mehr auf mich geachtet und einige Entscheidungen früher getroffen.
99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? 
Erst seit ich Single bin gehe ich endlich abends mehr aus.
Ich gehe gerne mit guten Freunden etwas leckeres essen oder trinken und genieße es, bei gutem Wetter möglichst lange draußen zu sein.
100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstoßen? 
Das bleibt mein Geheimnis!
101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? 
Also, zu 100 Prozent der typische Schütze bin ich nicht.
Da funkt mir leider manchmal mein Jungfrau-Aszendent dazwischen.
Freiheitsliebend, großzügig, gut gelaunt und verträumt, ja, das bin ich.
An meinem Selbstbewusstsein muss ich noch arbeiten.
Und die intellektuelle Herausforderung brauche ich auch.
Oh ja und impulsiv und nachdenklich, das trifft absolut zu.
Beides sind Eigenschaften an mir, die von anderen oft kritisiert werden.
Ebenso meine Wahrheitsliebe und Ehrlichkeit.
Ich bin ein offener Mensch, der sagt was er denkt, was nicht immer gut ankommt, aber von einigen Menschen auch sehr geschätzt wird.
Das Langeweile mir ein Graus ist, stimmt.
Ich brauche Abwechslung, mag positive Überraschungen und bin immer wieder gern unterwegs, was auf andere ziemlich ruhelos wirkt.
Manchmal bin ich etwas zu naiv, was mich immer wieder in heikle Situationen bringt.
102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank? 
Früher war es schwarz.
Heute ist mein Kleiderschrank bunt.
Da ich viel aussortiert und neu gekauft habe, bin ich gespannt darauf, wie sich das noch entwickelt.
103. Holst du alles aus einem Tag heraus? 
Ja, häufig sogar zu viel, so dass ich am Ende des Tages total platt bin und nicht zur Ruhe komme.
104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig?
Hätte ich diese Frage vor ein paar Wochen beantworten müssen, wäre die Antwort "keine" gewesen.
Bis vor Kurzem habe ich nämlich nur in Gesellschaft fern gesehen und nie alleine.
Ich habe selten Zeit dafür, da ich viel unterwegs bin, aber inzwischen habe ich auf Netflix zwei neue Lieblingsserien für mich entdeckt:
"American Horror Story" und "Iron Fist".
105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben?
Bei meiner Arbeit als Erzieherin ist es von Vorteil, wenn man im Inneren noch etwas Kind geblieben ist.
Auch im Alltag hilft es ungemein, wenn man nicht immer alles sooo ernst nimmt.
106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten? 
Es würde mich ziemlich nervös machen, weil ich dann das Gefühl hätte, weniger erreichbar zu sein, aber ja, ich könnte es.
107. Wer kennt dich am besten? 
Mit all meinen Ängsten, Stärken, Schwächen, Hoffnungen, Zielen, Träumen, Zukunftsplänen und schwärzesten Gedanken kenne ich mich am besten selbst.
108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten? 
Staubsaugen und bügeln.
Deshalb liebäugle ich ja mit einem Staubsaugerroboter.
109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht? 
Natürlich, aber meistens dann eher von mir selbst, weil ich mich im anderen getäuscht habe.
110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus? 
Ich schlafe aus, ohne vorher den Wecker zu stellen und beginne den Tag gemütlich mit einem Kaffee auf dem Balkon.
Und dann sehe ich, was der Tag so bringt und entscheide spontan, was ich mache.
111. Bist du stolz auf dich?
Wenn ich daran zurück denke, was ich in den vergangenen Monaten alles durchgemacht und erreicht habe, ja.
112. Welches nutzlose Talent besitzt du?
Keine Ahnung.
113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast
Mit manchen Entscheidungen, die ich getroffen habe.
Und mit einem Menschen, der nicht wollte, dass wir uns voneinander verabschieden.
114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol? 
Ich trinke selten Alkohol und wenn dann nur, um etwas zu feiern oder zu besonderen Anlässen.
115. Welche Sachen machen dich froh? 
Ein sonniger Tag, gute Stimmung bei der Arbeit, wenn ich die Kinder auf der Arbeit zum Lachen bringen konnte, wenn es mir und meiner Familie gut geht.
116. Hast du heute schon mal nach den Wolken im Himmel geschaut? 
Ganz kurz, ja.
Ich wollte mir im Alltag mehr Zeit für solche achtsamen Momente nehmen.
Nach der Reha hielt ich jeden Tag auf der Brücke auf dem Weg zur Kita inne und schaute in den Himmel, auf den Fluss und dann erst lief ich weiter.
117. Welches Wort sagst du zu häufig? 
Da fällt mir gerade keines ein.
118. Stehst du gern im Mittelpunkt?
Eher ungern und wenn dann nur, wenn es sich um etwas Positives handelt.
119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?
Für mich selbst, um mich zu fokussieren, zu erden und zu entspannen.
120. Sind Menschen von Natur aus gut? 
Ich denke schon.
Das Leben, die Umstände und andere Menschen führen häufig dazu, dass ihr Charakter sich ins Negative verändert.

Ich freue mich auf euer Feedback!
Vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen, euch den 1000 Fragen an euch selbst zu stellen!

Montag, 19. August 2019

Mein Besuch der KAMUNA 2019

WERBUNG ohne Auftrag

Am 3. August 2019 fand die 21. Karlsruher Museumsnacht (kurz "KAMUNA") statt, bei der einige Karlsruher Museen, Bibliotheken und Archive von 18.00 bis 1 Uhr ihre Tore für die Besucher öffneten und neben Führungen, Vorträgen, Mitmachaktionen und Open-Air-Konzerten auch Highlights ihrer Sammlungen und Sonderausstellungen zeigten.

Teilgenommen haben :

  • Der Badische Kunstverein
  • Das Badische Landesmuseum
  • Die Erinnerungsstätte Ständehaus/Stadtbibilothek
  • Das Generallandesarchiv
  • Das Museum beim Markt
  • Das Museum für Literatur/Jugendbibliothek
  • Die Majolika Manufaktur
  • Das Pfinzgaumuseum
  • Die Staatliche Kunsthalle
  • Das Staatliche Museum für Naturkunde
  • Das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais
  • Die Städtische Galerie
  • Das Verkehrsmuseum 
  • und das ZKM – Zentrum für Kunst und Medien.
Im vergangenen Jahr hatte ich die KAMUNA gemeinsam mit meinem Ex-Freund zum ersten Mal besucht und war gespannt darauf, was ich dort in diesem Jahr alles erleben würde.
"KAMUNA" 2018 im ZKM
Meine ehemalige Arbeitskollegin Lore und ich hatten uns zum gemeinsamen Besuch der diesjährigen KAMUNA verabredet.
Ich hatte uns im Vorverkauf zwei KAMUNA-Buttons besorgt, welche sowohl als Eintrittskarten für alle Veranstaltungen im Rahmen der Museumsnacht galten, als auch am Tag der Veranstaltung von 14.00 - 6.00 Uhr zur kostenlosen Nutzung der Verkehrsmittel im KVV-Netz berechtigten.

In Karlsruhe angekommen statteten wir zuerst neugierig der Pommesmanufaktur "Frittenwerk" in der Postgalerie einen Besuch ab, über die Lore im Fernsehen einen Bericht gesehen hatte.
Verschiedenste sogenannte Poutines standen zur Wahl:
Da gab es zum Beispiel die "Montreal Style Poutine" - Eine große Portion Hausfritten mit cremiger Champignon-Rahmsauce, zartschmelzendem Mozzarella und feinen Radieschenscheiben.
Oder die "Chili Cheese Fries"- Eine große Portion Hausfritten mit würziger Chili con Carne vom Rind, cremig-pikanter Käsesauce, leichter Sour Cream und scharfen Jalapeños.
Sehr ansprechend fand ich auch die "Thai Peanut Meatballs" - Eine große Portion Hausfritten mit würzigen Meatballs aus Rind und Geflügel, Thai-Erdnussauce und Sourcream, gerösteten Erdnüssen und Petersilie.

Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Für Veganer gibt es zum Beispiel auch eine Poutine mit veganer Bolognese oder für Vegetarierer eine mit Guacamole, Sour Cream und gewürfelten Tomaten.

Wer will, kann sich seine Poutine mit Meatballs, Hähnchenbruststreifen oder Falafeln pimpen.
Alternativ konnte man sich zum Beispiel auch eine der zwei verschiedenen, farbenfrohen Bowls bestellen.
Sehr ansprechend fand ich, dass alle frischen, hausgemachten Dips des Frittenwerks ohne Farb-, Zusatz- und Konservierungsstoffe zubereitet werden.

Ich entschied mich für die "Pink Persia Poutine".
Dahinter verbarg sich eine große Portion Hausfritten mit leckeren Falafelbällchen, pinkem Hummus, Quinoa, Rucola und Zitronen-Aioli.
Dazu bestellte ich mir noch eine Portion Curry-Wurst, welche ich schon lange nicht mehr gegessen hatte.

Das "Frittenwerk" ist ein Selbstbedienungsrestaurant.
Witzig fand ich, dass man an der Kasse einen Kassenzettel mit einem Superhelden als Codenamen für die Abholung seines bestellten Gerichts erhielt.
Mir haben meine Poutine und meine Curry-Wurst beide sehr gut geschmeckt und auch mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis war ich sehr zufrieden.

Die "KAMUNA" 2019 stand unter dem Motto "Abenteuer Museum" und bot Einblicke in laufende und zukünftige Ausstellungen.
Da zahlreiche Veranstaltungen parallel stattfinden und bei manchen die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt es sich, den Besuch der Karlsruher Museumsnacht mit Hilfe des Programmheftes ein wenig zu planen und sich vorab zu überlegen, was man gerne sehen möchte.

Interessant fand ich, dass im "Badischen Landesmuseum"  unter Anderem das Virtual Reality-Erlebnis „Audienz im Schloss – Eine virtuelle Zeitreise ins Barock“, sowie der 180-Grad-Panorama-Film „Ich, Karl Wilhelm!“, mit denen man fiktiv in die Zeit der Stadtgründung Karlsruhes zurück reisen konnte, gezeigt wurden.
Im Generallandesarchiv hätte ich gerne an der Besichtigung des Magazins teilgenommen, welches nur ein Mal im Jahr zur Besichtigung freigegeben wird.
Schön fand ich, dass man beim Museum beim Markt eigene Ideen zur Zukunft des Museums äußern durfte.
Die Vorstellung, einen eigenen Raum in einem Museum nutzen zu können und nach Lust und Laune zu gestalten, reizte mich.
Im Museum für Literatur hätte mich die Lesung „Geistige Abenteuer“ des Autors und Vorlesekünstlers Joachim Zelter interessiert.
Im Museum in der Majolika, konnte man die Geschichte der Manufaktur bei der Führung „Innovation trifft Tradition – von der Drehscheibe zum keramischen 3 D-Druck“ miterleben.
Als Hobbyfotografin hätte mich die Porträtsitzung bei H. Felix Gross  „Vom Lichtbild zum Schnappschuss. Fotografie in Karlsruhe 1850 bis 1990“ im Stadtmuseum/Jugendbibliothek interessiert.
Das Staatliche Museum für Naturkunde, eines meiner liebsten Karlsruher Museen, bot während der KAMUNA 2019 verschiedene Vorführungen an: "Navi für Insekten" und "Pflanzen unter UV-Licht".
Das Thema "Abenteuerliche Flora - Waffen der Pflanzen" und die Führungen "Wunderwelt der Kristalle", sowie "Abenteuer Bionik - Vorbild Natur" hätten mich auch sehr interessiert.
Gerne hätte ich mir auch das Kakerlakenrennen und den Insektenlichtfang angesehen.
Die Lesung von Eva Klingler und Wolfgang Wegner über alte, nie vollständig gelöste Mordfälle aus der Region, welche im Verkehrsmuseum stattfand, hörte sich auch spannend an.

Während der KAMUNA fuhren zwei verschiedene KAMUNA-Shuttle-Buslinien die teilnehmenden Museen alle acht Minuten an.
Wir fuhren mit dem Shuttle-Bus zum ZKM und verbrachten den ganzen Abend dort, weil es einfach so viel zu entdecken gab.
Dabei musste ich ein wenig schmunzeln, denn dies war schon im Vorjahr so.
Im vergangenen Jahr haben mein Ex-Freund und ich zusätzlich noch das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach, sowie das dortige  Karpatendeutsche Museum besucht, was daran lag, dass wir aus Versehen in den falschen Shuttle Bus gestiegen waren.
Das Ambiente um das Pfinzgaumuseum herum war sehr schön und lud zum Verweilen ein.
Dafür hatten wir damals aber aufgrund des Schienenersatzverkehrs keine Zeit.

Gemeinsam mit Lore besuchte ich während der KAMUNA 2019 im ZKM die Führungen "Writing the history of the future" und "Edge of now" (Ausstellung noch bis zum 27. Oktober 2019) , sowie eine Kuratorenführung.
Alle drei Führungen fand ich sehr spannend, da ich dabei nicht nur die vielen verschiedenen Ebenen des ZKMs besser kennen lernte, sondern auch einiges über das Zentrum für Kunst und Medien an sich erfuhr.
Wusstet ihr zum Beispiel, dass es sich bei dem ZKM um eine ehemalige Munitionsfabrik handelt?
Generell empfiehlt es sich, eine Führung zu buchen, da man dadurch viele Hintergrundinformationen erhält, durch die man die ausgestellten Werke besser versteht.


Wie auch im vergangenen Jahr begeisterte mich das Werk YOU:R:CODE.
Ich fand es beeindruckend und auch ein wenig erschreckend, dass ein Scanner, als ich mich vor das Werk stellte, unter Anderem meine Größe, mein Geschlecht und mein geschätztes Alter erkannte.

Ähnlich erging es mir, als ich die Damentoilette aufsuchen wollte und stutzte, als ich die dort vermeintlich angebrachte Kamera sah.
In der von Lore genutzten Kabine fand sich dann die Auflösung.
Die Führung "The edge of now" ist mir sehr eindrücklich in Erinnerung geblieben, weil die Ausstellung zum Thema sich  kritisch mit Digitalisierung, Kontrolle, Medienkonsum und Überwachung auseinandersetzt.

Laut der Broschüre zur Ausstellung, welche ich für die Recherche für diesen Blogpost mitverwendet habe, ist diese eine Kooperation im Rahmen des Projekts „Three rooms“ zwischen dem Nam June Paik Art Center in Südkorea, dem Chronus Art Center in Shanghai und dem ZKM Karlsruhe.
Ausstellungen zum Thema finden in allen drei Institutionen statt.

Der aus China stammende Künstler Yang Jian hat mit seinem  Kunstwerk „Forest of sensors“, einen Hindernis-Parcours aus verschiedenen Möbeln und anderen Alltagsgegenständen aus dem Fundus des ZKM geschaffen.
Im Rahmen der Führung durften wir diesen begehen.
Sensoren lösten bei Berührung einen Alarm aus.
Forest of sensors


Sinnbildlich setzt sich dieses Kunstwerk meiner Auffassung nach mit Überwachung im physischen und digitalen Raum auseinander und damit, wie man gezielt von Medien gesteuert und manipuliert wird.
Bei der Führung hatten wir interessante Gespräche und beschäftigten uns mit kritischen Fragen zum Thema Überwachung im öffentlichen und digitalen Raum.
Welche Daten gebe ich on- und offline über mich preis?
Wann dient Überwachung meinem Schutz und wann der Kontrolle?
Wer hat Zugriff zu welchen Daten über mich?

Der aus Korea stammende Künstler Kim Heecheeon trug mit drei Werken zur Ausstellung bei.
In allen dreien beschäftigte er sich mit der Wahrnehmung von Zeit und Raum in virtuellen und physischen Realitäten vor dem Hintergrund seines Lebens und seiner Biografie.
In seinem beklemmenden Video  "Lifting barbells" begab er sich auf die Spur seines Vaters, welcher bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war.
Anhand von GPS-Daten auf dessen Smartwatch und mittels der Sport APP des Vaters konnte er hautnah die letzten Minuten in dessen Leben nachvollziehen.
Sein Werk "Sleigh ride hill" vernetzt verschiedene Handlungsstränge und Realitäten, mit der in Korea populären Face App.
Das Video "Every smooth thing through Mesher" zeigt unter Anderem Aufnahmen aus Seoul bei Nacht, vermischt mit Augmentet-Reality.
Alle drei Werke hatten für mich etwas Verstörendes.
Um sie zu verstehen, muss man wissen, dass die Digitalisierung in Korea wesentlich weiter voran geschritten ist als hier in Deutschland.
Man ist digital stärker vernetzt und und das Leben dort spielt sich viel in digitalen Welten ab.

Die deutsche Künstlerin Verena Friedrich vereint in ihren Kunstwerken organische, elektronische und skulpturale Elemente.

Mit ihrem Werk  „The long now“ hat sie in einem Plexiglaskubus eine kontrollierte Umgebung für eine Seifenblase geschaffen, in welcher diese so lange wie möglich auf Trockeneis stabil gehalten werden soll.
Die Seifenblase dient hier als Symbol für Vergänglichkeit.
Die Künstlerin setzt sich mit ihren Werken mit Inhalten wie Vergänglichkeit und Tod, sowie der Verlangsamung des menschlichen Alterungsprozesses auseinander.
"Transducers"
Ihr faszinierendes Werk „Transducers“ sind mehrere gläserne Apparaturen, welche einzelne Haarproben verschiedener Menschen analysieren.
Die dabei erhaltenen biologischen Informationen wurden durch Sensoren in Klänge umgesetzt.
Jedes Haar hörte sich anders an und natürlich wurde bei mir die Frage aufgeworfen, wie wohl mein eigenes Haar klingen würde.

Die Führung "Writing the history of the future" beschäftigte sich damit, welchen Einfluss die Entwicklung der Medien im Laufe der Jahre auf die Kunst hatte.
Interessant war hierbei auch die Auseinandersetzung mit den Themen Schrift und Wort.


Für dieses Kunstwerk mit dem Titel "Tempo liquido" (flüssige Zeit) von Fabrizio Plessi wurden unter Anderem alte Monitore genutzt.
Während der Führung konnten wir uns einige interessante Objekte aus dem Bereich Medienkunst genauer ansehen und diese selbst ausprobieren.

Bei dem Werk "Beyond pages" von Masaki Fujihata handelt es sich um eine computerbasierte interaktive Installation aus dem Jahr 1995.
Als Besucher der Installation sitzt man an einem Tisch und liest in dem digitalen Buch.
Mit dem beigefügten Stift kann man zum Beispiel die Buchseiten umblättern, etwas darin verändern oder Veränderungen in dem abgedunkelten Raum hervorrufen.

Bei manchen Kunstwerken musste man als Betrachter/in selbst aktiv werden und sich davor bewegen, um das Kunstwerk in seiner Gänze erfassen zu können.
Ich fand es erstaunlich, was man zum Beispiel mittels Film, Fotografie, Klang und Computerinstallationen alles machen kann.
Bei der Kuratorenführung war zu meiner Freude ausprobieren und mitmachen ausdrücklich erwünscht.
Gerade wenn wir mit den Kindern unserer Kita ein Museum besuchen, bin ich froh darüber, wenn es dort für die Kinder Möglichkeiten gibt, selbst tätig zu werden.
So können sie ihren Forscher- und Entdeckungsdrang ausleben.

Ich mag Museen, in denen man selbst aktiv werden kann, da ich ein Typ Mensch bin, der sich Wissen mit allen Sinnen aneignet.

Manche Werke haben einen solchen Aufforderungscharakter, da muss man einfach ausprobieren.
Bei dem Werk von Dieter Hacker "Alle Macht den Amateuren" handelt es sich um zahlreiche Schwarz-Weiß- und Farbfotografien, die unter Anderem von Fotolaboren aussortiert wurden.
Sie erinnerten mich an ähnliche Fotografien, welche ich aus den Familienalben meines Vaters kenne und an meine ersten Fotografieversuche.
Ihr Reiz liegt für mich gerade in dem Imperfekten.
Das "Electric Labyrinth" von Arata Isozaki beschäftigt sich mit der Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis durch amerikanische Atombomben.
Als Besucherin lief ich zwischen den spiegelnden Platten seines Labyrinths hindurch und wurde dabei mit Geisterdarstellungen und mir nahe gehenden Fotos aus dem Atomkrieg konfrontiert.

Leider blieb uns keine Zeit mehr, uns die Nebelskulptur Cloud Walk@ZKM (noch bis 25. August 2019), welche den Vorplatz des ZKM zu jeder halben Stunde in dichten Nebel hüllt, anzuschauen.
Das interaktive Kunstwerk Bubbles, bei dem man virtuelle Seifenblasen einfangen konnte, hätte mich auch interessiert, ebenso wie der "Mysteryroom" und der Workshop "Pimp your bag".

Ihr merkt, das ZKM hat mich mit dem hohen Aufforderungswert seiner Ausstellungsstücke begeistert.

Ich werde es auf jeden Fall nochmals besuchen!
Sehr faszinierend fand ich zum Beispiel die interaktive Installation "Portrait on the fly " von Christa Sommerer und Laurent Mignonneau.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen, informativen Einblick über die diesjährige KAMUNA geben.

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, sie im nächsten Jahr zu besuchen?
Oder das ZKM, welches auf jeden Fall einen Besuch wert ist!

Ein kleiner Tipp von mir:

Das ZKM feiert in diesem Jahr sein 30 jähriges Jubiläum.
Deshalb ist der Eintritt dort bis zum Jahresende kostenfrei, um Bildung und Kunst für jeden zugänglich zu machen.