Mittwoch, 21. August 2013

Die Suche hat ein Ende....

Monatelang habe ich mit meinem Schatz eine Wohnung nach der anderen besichtigt.
Unter der Woche, am Wochenende, mal lange davor geplant, mal ganz spontan.
Gleich die erste Wohnung, die ich besichtigt hatte, hätte ich gerne genommen, doch leider wurden von der Baugenossenschaft Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein bevorzugt.
Dann kam eine dunkle Wohnung mit einem Nachtspeicherofen, bei der der Vormieter auch noch Geld für den kaputten Teppich haben wollte.
Eine Wohnung war groß und in guter Lage, aber leider auch recht teuer.
Eine andere Wohnung war ziemlich dunkel und in einer lauten Umgebung.
Der Zufall oder das Schicksal wollte es, dass ich an einem Vormittag mit einer Freundin essen war und uns am Tisch ein Maklerehepaar gegenüber saß.
Ich konnte es kaum glauben und wenig später waren wir im Gespräch und schauten uns drei der Wohnungen, die sie vermittelten an.
Die Wohnungen waren sehr schön und durchdacht saniert worden und hatten tolle Extras wie eine offene Dusche, die man vom Schlafzimmer aus begehen kann oder ein sogenanntes "Cabrio-Fenster".
Leider waren die Wohnungen direkt an einer stark befahrenen Straße, die erst in ein paar Jahren zur 30er-Zone werden soll und die neu sanierten Wohnungen waren zwar schön, aber leider zu teuer für mich.
Bei einer Wohnungsannonce , die im Dönerladen aushing, konnten mir die Mieter noch nicht einmal sagen, wie groß die Wohnung genau ist.
Vor Ort war die Wohnung ziemlich klein und sie wollten sie nur komplett möbliert und mit allen Haushaltsgeräten abgeben.
Eine andere Wohnung war sehr schön und ging mir lange nicht aus dem Kopf.
Sie war in der Straße, in der ich als Kind aufgewachsen war, in der Nähe von einem Park, aber im Erdgeschoss an einer stark befahrenen Hauptstraße.
Ich habe lange hin und her überlegt und mich dann gegen die Wohnung entschieden.
Bei einer anderen Wohnung kam es gar nicht erst zu einer Besichtigung, denn die als ruhig angepriesene Wohnung war direkt an einem Bahngleis.
Eine spontane Wohnungsbesichtigung ergab nur nette Gespräche mit einem sympathischen Öko-Esoteriker und eine weitere war zwar sehr schön, aber nicht gerade ruhig gelegen und ziemlich teuer.
Oft waren auch keine Haustiere erlaubt, was ich nach wie vor sehr schade finde.
Es gab auch Wohnungen, die mich erschreckt haben.
Sie waren total verdreckt, hatten Schimmel an den Wänden, dubiose Heizarten und eine Tiefgarage fast auf der gleichen Ebene.
Bei einer Wohnung war die Vermieterin mir so unsympathisch, dass die Wohnung für mich nicht in Frage kam.
Die Frau hatte etwas gegen Ausländer und Tiere, bezeichnete Katzen als laute und dreckige Viecher, da hätte ich mich nicht wohlgefühlt.
Eine weitere Wohnung war der Traum schlechthin.
Zwar recht klein, aber weiß gefliest, mit einem Elektrokamin und einer Fußbodenheizung, einem Balkon, einer Wanne und sogar Haustiere waren erlaubt.
Wir haben die Wohnung gemeinsam mit Mitbewerbern besichtigt und ich hatte so gehofft, dass es klappt und konnte an kaum was Anderes denken.
Die Vormieterin suchte einen Nachmieter und ich rief sie regelmäßig an, weil sie mitteilen wollte, für wen sich der Vermieter entschieden hatte.
Die Zeit verging und ich hatte ein schlechtes Gefühl bei der Sache.
Für die Ausstattung erschien mir die Warmmiete etwas zu niedrig um wahr zu sein und es war komisch, dass der Vermieter auflegte, wenn die Vormieterin ihn anrief.
Am Ende klärte sich alles auf.
Der Vermieter wollte die Mieterin bis zum Ende des Mietvertrages in der Wohnung halten und danach sollte seine Tochter in die Wohnung einziehen.
Dann gab es auch noch Ärger mit einem Kühlschrank, der schon vor dem Einzug der Vormieterin kaputt gewesen war und den sie nun ersetzen sollte und eine gewaltige Nachzahlung, sodass die geprellte Vormieterin allen Mietinteressenten anrief und ihnen den Sachverhalt erklärte und eindringlich von der Wohnung abriet.
In einer Wohnung haben wir sogar Probe geschlafen.
Ich fand es unglaublich, dass die Vermieterin mir das tatsächlich angeboten hat!
Am Ende hatten wir über 20 Wohnungen besichtigt und ich war verzweifelt.
Schließlich gab ich eine Anzeige in der örtlichen Zeitung auf und bekam einige Zuschriften.
So hätte ich schon von Anfang an viel Zeit und Ärger ersparen können.
Eine Zuschrift hat mich besonders angesprochen und ich bin nun gerade am Umziehen und froh, dass die Suche endlich ein Ende hat.

Ein Schmetterling im Garten meines Vermieters


Ein grün-metallisch-glänzender Käfer, der es sich im Blütenblatt der Rose bequem gemacht hat


Kommentare:

  1. @alexissolvey: Hmm. Kannst mich gerne mal besuchen :-)

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    1. Das wird noch alles dauern, aber theoretisch könnte ich schon dort wohnen.
      Hatte auch schon paar Mal Besuch..
      Ich habe meine Möbel in verschiedenen Möbelhäusern bestellt und muss auf verschiedene Lieferzeiten warten.
      Meine Ikea-Möbel hätten vorgestern kommen sollen.
      Kurz nach der vereinbarten Lieferzeit kam der Anruf, dass sie es an dem Tag nicht schaffen.
      Wir haben einen neuen Termin für gestern vereinbart, der mir nicht bestätigt wurde und ich bin gerade dabei zu versuchen die zu erreichen.
      In der Wohnung kann man schon essen, kochen, schlafen etc.
      Internetanschluss etc. hab ich seit gestern auch, aber mein Schreibtisch wurde noch nicht geliefert.
      Es bleibt spannend.

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