Sonntag, 22. September 2013

Der Pforzheimer Fachhandel kämpft ums Überleben!

Als ich letztes Wochenende am Sedansplatz in Pforzheim entlang lief, staunte ich nicht schlecht, als ich in die Schaufenster der dortigen Ladengeschäfte schaute.
Viele Schaufenster waren mit Packpapier, Folien oder Zeitungen zugeklebt und an ihnen hingen Hinweisschilder und weiße Din A4 Zettel mit einer Stellungnahme dazu.

Was das Ganze soll?
Wie viele Einzelhändler haben auch die Pforzheimer Einzelhändler damit zu kämpfen, dass immer mehr Bürger ihre Waren lieber im Internet kaufen oder auf andere Geschäfte und Städte ausweichen.
Die durch die vielen Baustellen notwendigen Innenstadtsperrungen tragen ihren Teil dazu bei, dass immer weniger Kunden kommen.

Ich muss zugeben, dass auch ich oftmals lieber im Internet einkaufe.
Dort vergleiche ich Preise, lese die Meinungen anderer Kunden zu den verschiedenen Produkten und bin ganz froh, dass ich ab und zu etwas beim Einkauf sparen kann.
Im Internet kann ich in Ruhe nach dem gewünschten Produkt suchen, dass vor Ort oft gar nicht verfügbar ist oder bei dem ich erst mehrere Geschäfte abklappern muss, um zu sehen, ob sie es vorrätig haben.
Das ist ganz schön zeitaufwendig, wenn man kein Auto hat und zu Fuß und mit dem Bus von Stadtteil zu Stadtteil fahren bzw. laufen muss.
Die Ladengeschäfte am Sedansplatz sind Boutiquen, kleine Feinkostgeschäfte, ein Musikfachgeschäft, ein Blumenladen, ein Fachgeschäft für Kinderspielwaren, ein teures Schuhgeschäft etc.
Meiner Meinung sprechen der Großteil dieser Läden eher eine gut betuchte Kundschaft an.
Mit meinem Erzieherinnengehalt zieht es mich nicht in solche Läden.
Was mich anspricht, sind der Haushaltswaren Müller und der Blumenladen.
 
 
Mein Bruder, der im Einzelhandel arbeitet, hat mir bestätigt, dass Kunden sich  oftmals im Laden ausgiebig beraten lassen und die Zeit eines Mitarbeiters in Anspruch nehmen, in der dieser auch andere, für seine Firma nutzbringendere Dinge tun könnte, nur um dann doch woanders oder im Internet zu kaufen.
Mir fehlen in Pforzheim ein paar gute Supermärkte in der Innenstadt.
Außer dem Supermarkt Pischzan, der eine Edeka-Filiale ist, findet man dort nur Discounter.
Der nächste Rewe ist zum Beispiel in einem anderen Stadtteil.
An jeder Ecke gibt es einen Frisör, eine Apotheke, einen (Billig-) Bäcker und eine Dönerbude.
Schön fände ich eine Vapiano-Filiale und einen Lush oder eine Viva-Filiale wie die in Karlsruhe.
Viele Marken oder Filialen finde ich erst in den Nachbarstädten Karlsruhe oder Stuttgart, die ich aber selten besuche.
Ganz besonders schade finde ich, dass der Kunstmarkt Boss in Pforzheim seine Türen geschlossen hat.
Hier habe ich immer alles was für meinen Hobby- und Bastelbedarf gesucht habe gefunden und habe bisher nur eine Boss-Filiale in Ludwigsburg gefunden.
Es gibt einen neuen Dekoladen in Pforzheim, aber der führt nicht alles was ich brauche und auch der Thalia mit seiner neuen Bastelabteilung reicht mir nicht aus.
Die städtischen Kindertagesstätten unterstützen kleine Buchhandlungen wie die Buchhandlung Mumm im Pforzheimer Stadtteil Dillweißenstein, was ich sehr gut finde.
Ich würde gerne mehr kleine ortsansässige Geschäfte unterstützen, aber die Produkte dort müssen auch für Normalverbraucher bezahlbar sein!
 
 

Kommentare:

  1. Oh, das kann ich mir super vorstellen mit den Hagebutten, das könnte ich eigentlich auch machen, bei uns in der Gegend wachsen ziemlich viele. Fehlt nur noch die geeignete Vase ;)

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  2. Ja hast Recht, hoert sich erstmal etwas komisch an mit dem Kuerbis, aber wenn ich ehrlich bin, schmeckts nicht anders als ohne Kuerbis, also einfach wie Chai Latte... :D

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