Meine Rezension zu "Das Geheimnis der Eulerschen Formel" von Yoko Ogawa
Die Einleitung:
„Das Geheimnis der Eulerschen Formel“ habe ich im Rahmen einer
Wanderbuchrunde gelesen.
Der Titel des Buches hatte mich neugierig auf das Buch gemacht.
Es war spannend das Buch zu lesen, da ich zu Beginn garnicht wusste, was mich erwarten würde.
Der Titel des Buches hatte mich neugierig auf das Buch gemacht.
Es war spannend das Buch zu lesen, da ich zu Beginn garnicht wusste, was mich erwarten würde.
Die Autorin:
Yoko Ogawa gilt als
eine der wichtigsten japanischen Autorinnen ihrer Generation.
Für ihr umfangreiches
Werk wurde sie mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Tanizaki
Jun’ichirō – Preis.
Für ihren Roman „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“, der in sechzehn
Sprachen übersetzt wurde, erhielt sie den begehrten Yomiuri-Preis.
Bei Liebeskind erschienen u.a. die Romane „Hotel Iris“, „Das Museum der
Stille“ und „Das Ende des Bengalischen Tigers“.
Yoko Ogawa lebt mit ihrer Familie in der Präfektur Hyogo.
Die Übersetzerin Sabine Mangold lebt in Berlin.
Aus dem Japanischen übersetzte sie u.a. Werke von Haruki Murakami, Akira
Yoshimura und Hitomi Kanehara.
Fakten zum Buch:
Der japanische
Originaltitel des Buches lautet Hakase no Aishita Sushiki.
Sabine Mangold hat das
Buch ins Deutsche übersetzt.
Das gebundene Buch erschien im Februar 2012 beim Liebeskind -Verlag.
Das Buch umfasst 256 Seiten und ist im Buchhandel für 18,90 Euro zu haben.
Das Buch umfasst 256 Seiten und ist im Buchhandel für 18,90 Euro zu haben.
Das Buch gibt es noch als Taschenbuch und für den Kindle.
Die Gestaltung des
Buches:
Das Cover des Buches
ist ungewöhnlich.
Auf hellbraunem
Hintergrund sieht man auf der Oberseite des Buches eine Art Kleeblatt, welches
in die Luft empor zu steigen scheint.
Rechts davon steht der
Name des Verlages.
Darunter steht in
roten Buchstaben der Name der Autorin.
Der Titel des Buches
wurde in weißen Buchstaben gehalten.
Auf der rechten Seite
des Covers sieht man ein filigranes Blatt eines Baumes, bei dem man sogar die
feinen Äderchen und Linien erkennt, die es durchsetzen.
Der Umschlag wirkt auf
mich wie ein altes Blatt Briefpapier, auf dem zwei Blätter gepresst wurden.
Wie das Buch selbst
hat auch das Cover eine eigentümliche Wirkung auf mich.
Es erinnert mich
daran, dass man in der Schönheit der Natur die Gesetze der Mathematik
wiederfindet.
Der Verlag über das
Buch:
„Überraschend, anmutig
und tief bewegend.“ Paul Auster
Eine Frau wird als
Haushälterin für einen verschrobenen Professor eingestellt, der jeden Tag aufs
Neue vergisst, wer er ist.
In ihrer zarten,
eindringlichen Sprache erzählt Yoko Ogawa eine berührende Geschichte über
Freundschaft und Verlust – und über die Schönheit der Mathematik.
„Hinreißend! Ein
Roman, der lange nachklingt.“ Los Angeles Times
„Ein Buch voller
Poesie und Eleganz“ L`Express
„Dieses Buch
verbreitet einen seltsamen Zauber.“ The Washington Post
Die Geschichte und
meine Meinung dazu:
„Das Geheimnis der
Eulerschen-Formel“ spielt in Japan und erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen
Freundschaft.
Im März 1992 wendet
sich eine alleinerziehende Haushälterin auf der Suche nach Arbeit an eine Haushaltsservice-Agentur,
bei der sie schon viele Jahre tätig ist.
Sie wird an einen 64
Jahre alten Mann vermittelt, der im Buch nur „der Professor“ genannt wird.
Der ehemalige
Hochschulprofessor hatte inzwischen schon acht Haushälterinnen und alle waren
nach kurzer Zeit gekündigt worden.
Die Neunte war
gespannt darauf, was sie bei der Arbeit erwarten würde.
Das
Vorstellungsgespräch bei der Schwägerin des Professors verlief ziemlich kühl.
Diese suchte für den
Bruder ihres verstorbenen Mannes eine Haushaltshilfe.
Die Karriere des Professors
hatte ein abruptes Ende gefunden, nachdem er nach einem Unfall sein
Kurzzeitgedächtnis verlor. Er hatte kein eigenes Einkommen, hatte seinen
Lehrstuhl an der Universität verloren und war nie verheiratet.
Daher war er auf die
Unterstützung seiner Schwägerin angewiesen.
Die Schwägerin legte
genau fest, wann die Haushaltshilfe zur Arbeit kommen sollte und was ihre
Aufgaben waren, trat aber selbst nie in Erscheinung.
Die neue Angestellte
sollte nur im Gartenhaus agieren, in welchem der alternde Professor wohnte und
sich vom Hauptgebäude, in welchem die Witwe lebte fernhalten.
Die Frau hatte schon
schlimmere Arbeitsbedingungen gehabt und arrangierte sich mit den Wünschen
ihrer Arbeitgeberin.
Nun sollte sie also
den Professor kennen lernen, der nach einer Kopfverletzung an Gedächtnisverlust
litt.
Sein Kurzzeitgedächtnis
dauerte genau achtzig Minuten an.
Eine Stunde und
zwanzig Minuten, nicht mehr und nicht weniger.
Er vergaß, was er am
Abend zuvor gegessen hatte und lernte die Haushälterin jeden Tag aufs Neue
kennen.
Sein Wissen um die
faszinierende Welt der Mathematik war ihm aber nicht verloren gegangen.
Als er die neue
Haushälterin statt nach ihrem Namen oder ihrer Vita zu befragen nach ihrer
Schuhgröße und ihrer Telefonnummer fragte, war die Frau zunächst erstaunt.
Doch je mehr Zeit sie mit
ihrem neuen Klienten verbrachte, desto mehr bereiteten diese Fragen ihr Freude
und sie fühlte sich seltsam wertgeschätzt.
Tag für Tag bereitete
sie dem Professor das Essen zu und kümmerte sich um seine verwahrloste Wohnung.
Der Professor war sehr
wortkarg und brütete meist über irgendeinem mathematischen Problem, bei dem er
nicht gestört werden wollte.
Dies änderte sich, als
die Haushälterin beiläufig erwähnte, dass sie einen 10-jährigen Sohn hatte.
Als der Professor erfuhr,
dass ihr Sohn alleine zu Hause sitzt und auf seine Mutter wartet, war er außer
sich und befahl, dass der Junge von nun an nach der Schule zum Haus des
Professors kommen solle.
Er nannte ihn Root, weil
sein flacher Schädel ihn an das Dach eines mathematischen Wurzelzeichens
erinnerte.
Bald schon hatten die
Beiden eine ganz besondere Beziehung zueinander, voller Vertrauen und
gegenseitiger Wertschätzung.
Der Professor führt
seine Haushälterin und deren Sohn in die Welt der Mathematik ein.
Jede Ziffer hatte für
ihn eine Bedeutung.
Der Professor ist der
Überzeugung, dass die Entstehung der Welt sich in mathematischen Formeln
ausdrücken lässt.
Er erzählt ihnen von transzendenten
Zahlen, Quadratwurzeln, Primzahlen, anmutige Lösungen, vollkommene Zahlen, befreundete
Zahlen und der allergrößten Zahl.
Es bereitet ihm Vergnügen,
wenn Mutter und Sohn rätseln.
Die Haushälterin fängt
an zu recherchieren und sich für die Mathematik zu begeistern.
So langsam beginnt sie
die Liebe des Professors zur Mathematik zu teilen und eine ungewöhnliche Freundschaft
beginnt zu wachsen, bis die Schwägerin des Professors dem ganzen plötzlich ein
Ende setzt.
Hat die Freundschaft
des Professors zu Root und dessen Mutter eine Zukunft?
Was hat es mit der
Eulerschen Formel auf sich, die der Professor während eines Streits notiert und
wie ein Statement vor sich auf den Tisch legt?
Mein Fazit:
Den besonderen Zauber,
der diesem Buch innewohnt, kann man nur schwer in Worte fassen.
Man muss das Buch
lesen und es selbst erfahren, um zu verstehen.
Oberflächlich
betrachtet ist das Buch eine Geschichte, die von einer namenlosen
Ich-Erzählerin berichtet wird.
Die Geschichte könnte
sich so oder so ähnlich in Japan abgespielt haben.
Das Besondere an „Das
Geheimnis der Eulerschen Formel“ ist unter Anderem die Atmosphäre, die darin
vorherrscht.
Besonders sind auch
die Charaktere des Buches, die seine Magie ausmachen.
Der namenlose
Professor, der sich mit brüchiger Stimme langsam fortbewegt und in seinem
verwahrlosten Gartenhaus über mathematischen Gleichungen brütet.
Er gibt Zahlen
menschliche Eigenschaften, beschreibt z.B. eine scheue Zahl so, als wäre sie
ein schüchterner Mensch.
Seine Art und Weise
wie er die Mathematik anhand vieler Worte und Gleichungen erklärt ist angenehm.
Ich kann mir gut
vorstellen, dass er als Professor hochgeschätzt wurde.
Ich selbst habe wenig
Zugang zur Welt der Mathematik finden können, denke aber, dass dies anders
gewesen wäre, wenn ich einen Lehrer wie den Professor gehabt hätte.
Der schrullige, etwas
ungepflegte alte Mann, dem Zahlen als Schutz und Mittel zur Kommunikation
dienen, war mir auf Anhieb sympathisch.
Er war aufrichtig und
bescheiden und gerade seinen unzähligen Macken waren es, die ihn für mich
besonders interessant machten.
Er erinnerte mich ein
wenig an Walter aus „Fringe“ und seine Begeisterung für die Mathematik
erinnerte mich an „Numbers – Die Logik des Verbrechens“.
Ich fand es
faszinierend, wie er sich mit Hilfe von an seinem Anzug geheftete Notizzettel
Dinge merkte, wie z.B. dass er eine neue Haushälterin mit einem 10-jährigen
Sohn hatte oder was es mit seinem Kurzzeitgedächtnis auf sich hat.
Die Art, wie er sich
um Root sorgte und sich um ihn kümmerte rührte mich sehr.
Seine neunte
Haushälterin war etwas enttäuscht darüber, dass er sich nicht an die gemeinsam
verbrachte Zeit erinnerte.
Die alleinerziehende
Frau hatte eine bittere Lebensgeschichte und verlor trotzdem nie den Lebensmut.
Sie versuchte
unablässig dem Professor Gutes zu tun und ihm eine Freude zu machen.
Manchmal handelte sie
dabei etwas unbedacht, was schließlich zu jenem verhängnisvollen Ereignis
führte, welches die Schwägerin des Professors gegen sie aufbrachte.
Es war faszinierend zu
lesen, wie sich der Haushälterin nach und nach die Welt der Mathematik
erschloss.
Ich selbst müsste die
Gleichungen im Buch jedoch in Ruhe lesen, um sie zu verstehen.
Dafür hatte ich leider
nicht genug Zeit und die vielen Unterbrechungen während des Lesens taten ihr
Übriges dazu.
Root hatte ich von
Anfang an lieb gewonnen.
Sein Vertrauen dem
Professor gegenüber rührte mich.
Ich fand es schön, wie
er ihn in Schutz nahm und sich Strategien ausdachte, um ihn nicht vor den Kopf
zu stoßen.
Ihre gemeinsame Liebe
zu Baseball und der Mannschaft der Hanshin Tigers verband die beiden noch
stärker miteinander.
Gemeinsam haben sie
sich Brücken gebaut.
Der Professor
eröffnete Root die Welt der Mathematik und Root zeigte ihm seinerseits, dass
Baseball nicht nur im Radio existiert.
Die Witwe war mir am
Anfang ein Rätsel, doch nach und nach begann ich zu verstehen.
Auch wenn ich den
mathematischen Gleichungen nicht immer
folgen konnte, bin ich froh darüber dieses Buch gelesen zu haben.
Ihm wohnt ein ganz
besonderer Zauber inne.
Auf magische Art und
Weise wurden hier eine ungewöhnliche Freundschaft und die faszinierende Welt
der Mathematik zu einem Ganzen verwoben, welches sich zu lesen lohnt.
Kommentare
GLG, Sabrina
Happiness-Is-The-Only-Rule
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